Video
1: Spuren des Teerbrennens im Gelände
2: Errichtung eines Meilers
3: Teerbrennerei
4: Beschaffung der Kienhölzer
5: Teerausbeute
6: Teer-Rudern
7: Fassbinderei
8: Bau eines Teerbootes

Teerbrennerei

TDer Teerholzmeiler wurde von unten mit Kienholzspänen angezündet. Hatte der Feuerkranz eine Zeitlang aufgeflammt, wurde der untere Meileransatz ebenfalls mit Torf abgedeckt. Bei Wind war der Abbrand des Meilers ungleichmäßig. Auf der vom Wind abgekehrten Seite konnten unter Umständen nicht abbrennende Stellen verbleiben. Der Meilermeister lenkte mit Humus und Torf den Abbrand in Richtung „Herz“ des Meilers. Wo das Feuer zu erlöschen drohte, öffnete man ein Zuluftloch. War der Abbrand zu schnell, wurde stärker mit Humus abgedichtet. Die Teerbrenner folgten den Anweisungen des Meilermeisters. Besonders galt es zu verhindern, dass der Meiler zu Beginn des Abbrands unter dem Rauchgasdruck „abblies“ und schief abbrannte. Der Meiler eines unerfahrenen Meisters „knurrte“ schon mal und konnte dann Torf von sich schleudern.