Video
1: Spuren des Teerbrennens im Gelände
2: Errichtung eines Meilers
3: Teerbrennerei
4: Beschaffung der Kienhölzer
5: Teerausbeute
6: Teer-Rudern
7: Fassbinderei
8: Bau eines Teerbootes

TBeschaffung der Kienhölzer

Das Teerbrennen war ein Gewerbe, das vielseitiges Fachkönnen erforderte. Am zeitaufwändigsten war die Beschaffung der Kienholzbäume, denn es konnte bis zu fünf Jahren dauern, ehe die zur Harzung entborkten Bäume zu harzreichem Kienholz geworden waren. Nach der Aussaat wurden an den Kiefern zur Harzung sog. Lachten (entborkte Stellen) bis über Mannshöhe geritzt. An der Nordseite des Baums wurde zum Erhalt seiner Wasserversorgung ein handbreiter Borkenstreifen belassen. Neben den geharzten Kienholzbäumen waren die von Harzgallen befallenen Stammteile und Stubben gut für die Teergewinnung. Die Harzung der Kiefern mit dem Borkenstreifen auf der Nordseite dauerte drei Jahre, dann wurde die Lachte weiter nach oben verlängert. Die Harzung wurde noch zwei weitere Jahre fortgesetzt.